Neben den anderen Betriebsflüssigkeiten eines Fahrzeugs sollte auch das Motoröl an die tiefen Temperaturen des Winters angepasst werden. Daher sollte man beim Wintercheck in der Werkstatt nicht nur darauf achten, dass Kühler- und Scheibenfrostschutz in ausreichender Menge vorhanden sind, sondern auch einen Blick auf die Viskosität des verwendeten Motoröls werfen.
Die Viskosität beschreibt die Schmierfähigkeit eines Motoröls. Motoröle gibt es mit unterschiedlichen Viskositäten im Handel und nicht jedes ist für jeden Motor geeignet.
Bei der Wahl des passenden Motoröls sollte man sich in aller erster Linie nach den Angaben des Herstellers richten. Dieser hat für bestimmte Motoren meist Motoröl in mehreren Viskositäten freigegeben.
Um im Winter das richtige Motoröl in den Motor füllen zu können, muss man allerdings in der Lage sein, die Zahlen-Buchstabenkombination, welche Auskunft über die Viskosität eines Motoröls gibt, zu verstehen.
Eine gängige Bezeichnung für die Viskosität eines Motoröls ist z.B. SAE 10-W40. Die Buchstaben-Zahlenkombination auf der linken Seite des Bindestrichs gibt Auskunft über die Niedrigtemperaturviskosität, die Buchstaben-Zahlenkombination auf der rechten Seite des Bindestrichs gibt Auskunft über die Hochtemperaturviskosität, wobei das W für wintergeeignet steht. Für den Winterbetrieb eines Fahrzeuges ist also die erste Zahl von Bedeutung, da sie beim Kaltstart und vor dem Erreichen der Betriebstemperatur zum Tragen kommt. Je niedriger die erste Zahl ist, desto flüssiger ist das Motoröl im kalten Motor, also z.B. beim Kaltstart früh morgens.
Ideal sind im Winter daher SAE 0 oder SAE 5 Motoröle, da sie sehr dünnflüssig sind.
Ein Motoröl mit guter Niedrigtemperaturviskosität gewährleistet auch bei sehr tiefen Temperaturen im Minusbereich eine einwandfreie Schmierung des Motors, verhindert somit Motorschäden und erleichtert das Starten des Motors morgens. Da es an kalten Wintertagen auch erheblich länger dauern kann, bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat und Motoröl mit steigender Temperatur natürlich dünnflüssiger wird, ist es auch aus diesem Grund wichtig, ein von vornherein eher flüssigeres Öl im 0er- bzw. 5er-Bereich zu verwenden.
Ein solches Motoröl schützt aber nicht nur den Motor optimal, sondern hilft durch seinen geringeren Widerstand auch Benzin zu sparen.
Ich möcht Ihnen noch ein paar Links empfehlen:
- Gutes Öl
- E10 schadet Motoröl
- Motoröl-Studie

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